Pilotprojekt „Smartes Dorf“ auf Basis ungarischer Erfahrungen wird in der Region Syrdarja gestartet

Auf der Besprechung. Foto des Pressedienstes des Präsidenten von Usbekistan

Im Bezirk Havast der Region Syrdarja in Usbekistan ist die Umsetzung eines Pilotprojekts „Smartes Dorf“ auf Basis ungarischer Erfahrungen geplant. Im Rahmen dessen wird ein offenes digitales System eingeführt, das der Bevölkerung Informationen über die Transparenz der an die Mahallas (Gemeinschaften) zugewiesenen Mittel, Sicherheit, Umweltzustand, Unterstützung bedürftiger Familien und Geschäftsmöglichkeiten ermöglicht. Das Experiment wurde auf einer Besprechung zur sozioökonomischen Entwicklung der Region erörtert, wie der Pressedienst des Präsidenten des Landes, Shavkat Mirziyoyev, mitteilte.

Im vergangenen Jahr wuchs die Wirtschaft der Region Syrdarja um 9,8 %. Die Region belegte den vierten Platz in der Republik beim Wachstum der Industrieproduktion, die um 8,2 % stieg. Das Bruttoregionalprodukt (BRP) pro Kopf überstieg 38 Millionen Sum (3.100 US-Dollar). Zudem wurden 42 große Investitionsprojekte im Wert von über 333 Millionen US-Dollar umgesetzt, wodurch mehr als 17.500 Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Wie das Staatsoberhaupt jedoch betonte, sollte man sich nicht auf den erreichten Erfolgen ausruhen. Es müssen neue Initiativen gestartet und Investoren gewonnen werden. Bekanntlich kooperiert die Region aktiv mit Unternehmern aus China. Allerdings erweitert sich die Geografie der Partner: Im Rahmen von Reisen lokaler Beamter nach Korea, Japan und Malaysia wurden Projekte im Wert von Hunderten Millionen Dollar entwickelt. Darüber hinaus plant das französische Unternehmen Bonduelle, in Yangiyer eine Lebensmittelproduktion aufzubauen.

Mirziyoyev gab für dieses Jahr die Aufgabe aus, 3 Milliarden US-Dollar ausländische Investitionen in die Region zu lenken und das Exportvolumen auf 500 Millionen US-Dollar zu steigern. Infolgedessen soll das BRP um 9 %, die Industrie um 8,2 %, der Dienstleistungssektor um 15,4 %, die Landwirtschaft um 6,8 % und das Baugewerbe um 15 % wachsen.

Im Jahr 2025 sank die Armutsquote in der Region von 11,3 % auf 6,2 %. Die Arbeit in dieser Richtung wird fortgesetzt. Insbesondere werden 10 Billionen Sum (820,5 Millionen US-Dollar) für die Unterstützung von Unternehmen bereitgestellt, wodurch die Beschäftigung von 185.000 Menschen gesichert, die Arbeitslosigkeit auf 4,6 % und die Armut auf 3 % gesenkt werden sollen. Darüber hinaus besteht das Ziel, Gulistan, Shirin, Yangiyer sowie die Bezirke Sardoba, Saykhunabad, Syrdarja und Havast zu Gebieten ohne Arbeitslosigkeit und Armut zu machen.

An die lokalen Behörden werden 100 Millionen US-Dollar für die Renovierung von 47 Schulen, 45 Kindergärten, 35 medizinischen Einrichtungen und 18 Sport- und Kulturstätten überwiesen. Gleichzeitig ist für dieses Jahr der Bau von 349 Kilometern Stromnetzen, die Installation von 99 Transformatoren und durch den Ausbau der Wasserversorgungsnetze die Versorgung von fast 90 % der Bevölkerung der Region mit Trinkwasser geplant.

Der Wohnungsbau wird aktiv fortgesetzt. Im Jahr 2026 werden in der Region 80 Hochhäuser mit 3.500 Wohnungen errichtet, darunter in den Komplexen „Neues Usbekistan“, sowie neue Häuser im Rahmen des Sanierungsprogramms.

Der Präsident legte besonderen Wert auf die Entwicklung der Landwirtschaft. Es wurde festgestellt, dass Syrdarja im Vergleich zu anderen Regionen einen hohen Indikator für Anbauflächen pro Kopf aufweist. Trotzdem übersteigt der Export von Obst und Gemüse nicht 60 Millionen US-Dollar. Daher wird das Unternehmen „Sirdaryo Agro Invest“ gegründet, das profitable Flächen bilden und der lokalen Bevölkerung als fertiges Geschäft anbieten wird.

Zum Abschluss der Besprechung gab Mirziyoyev den Beamten eine Reihe konkreter Anweisungen:

👉 In der Sonderwirtschaftszone „Sirdaryo“ in Gulistan Investitionsprojekte platzieren, die die Schaffung von mindestens 5.000 Arbeitsplätzen vorsehen;

👉 Ein 100-Millionen-Dollar-Projekt zur Herstellung von Solarmodulen und zur Modernisierung der Transformatoren der Umspannstation „Feruz“ starten;

👉 Eine Machbarkeitsstudie für den Bau des Stausees „Sultanhovuz“ im Bezirk Bayaut entwickeln;

👉 Im Bezirk Mirzaabad einen Agrarcomplex für die Lagerung und Verarbeitung von Granatäpfeln schaffen;

👉 Zentren für Qualifikationsbewertung nach internationalen Standards einrichten und mindestens 2.000 junge Menschen ausbilden.