Wissenschaftler haben in Tadschikistan 120 neue Objekte des historisch-kulturellen Erbes entdeckt

Festung Hulbuk. Foto von der Website asiaplustj.info

In Tadschikistan wurden kürzlich 120 neue Objekte des historischen und kulturellen Erbes entdeckt. Derzeit gibt es im Land über 3.500 solcher Denkmäler. Dies berichtete der Direktor der Agentur für den Schutz des historisch-kulturellen Erbes unter der Regierung der Republik, Sherali Khodshasoda, bei einem Treffen mit Journalisten, wie „Asia-Plus“ mitteilt.

Der Beamte machte außerdem auf einzelne Projekte aufmerksam, die von seiner Behörde betreut werden. So wurden die Restaurierungsarbeiten an den Objekten Chodscha Nakshroni in Tursunsade und Muhammad Bashora in Pendschikent abgeschlossen. Die Wiederherstellung der Festung Muminabad in der Region Chatlon dauert hingegen noch an.

Khodshasoda fügte hinzu, dass auf Anweisung des Präsidenten des Landes, Emomali Rachmon, an den kürzlich entdeckten Denkmälern Bibichonum in Bochtar archäologische Ausgrabungen durchgeführt wurden. Darüber hinaus führten Experten erstmals in der Geschichte des unabhängigen Tadschikistans derartige Arbeiten in Hulbuk durch (ein archäologischer Komplex in der Region Chatlon – Anm. „Fergana“).

Infolgedessen entdeckten die Fachleute mehr als 190 Artefakte. Darunter befinden sich Beispiele für Schmuck, Numismatik, Glasherstellung, Keramik, Siegel und epigraphisches Erbe. Wie der Direktor der Agentur bemerkte, wird auf dem bereits erschlossenen Grundstück mit einer Fläche von 1 Hektar eine archäologische Basis von Hulbuk eingerichtet.

Insgesamt wurde das Archiv der Behörde um 220 Objektpässe ergänzt, und der Bibliothek wurden mehr als 1.500 Exemplare wissenschaftlicher und belletristischer Literatur übergeben, die von führenden Wissenschaftlern der Republik gespendet wurden.

Auf der Pressekonferenz wurde gesondert das Thema der Projekte angesprochen, die dem 35. Jahrestag der Unabhängigkeit Tadschikistans gewidmet sind, den das Land im September begehen wird. So wird derzeit unter Beteiligung lokaler Unternehmer der Bau eines zweistöckigen Gebäudes des Staatlichen Instituts für Ethnologie von Istarawschan sowie der „Archäologischen Basis“ durchgeführt. In Gissar wurde die Planung des Verwaltungsgebäudes der Staatlichen Einrichtung für historisches und kulturelles Erbe dieser Stadt abgeschlossen. Dessen Errichtung soll bis zum Feiertag erfolgen.