Das BIP Usbekistans ist 2025 um 7,7 % gestiegen, hauptsächlich getrieben durch den Dienstleistungssektor und die Industrie

Das Volumen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Usbekistans belief sich am Ende des Jahres 2025 auf fast 1,85 Billiarden Sum (etwa 152,5 Mrd. USD) und stieg damit um 7,7 % im Vergleich zum Vorjahreswert. Dies zeigen vorläufige Daten des republikanischen Nationalen Statistikausschusses.

Wie Analysten feststellen, trugen der Dienstleistungssektor und die Industrie den Hauptbeitrag zum BIP-Wachstum bei – mit 3,9 bzw. 1,7 Prozentpunkten. Der Bausektor steuerte zusätzlich 1 Prozentpunkt bei.

Das Wachstum der Industrieproduktion überschritt 1,1 Billiarden Sum (90,6 Mrd. USD). Dieser Wert wurde maßgeblich durch die Steigerung der Produktionsmengen in Unternehmen der verarbeitenden Industrie und des Bergbausektors erreicht. Allerdings gibt es auch eine negative Entwicklung. Die Förderung von Erdöl und Erdgas ging zurück, wenn auch nur geringfügig – innerhalb von 4 % im Vergleich zu 2024.

Der Dienstleistungsmarkt überschritt knapp die Marke von 1 Billiarde Sum (82,4 Mrd. USD). Den größten Beitrag leisteten hier Finanzdienstleistungen, Kommunikation und IT, Handel, Transport sowie Unterkunfts- und Verpflegungsdienstleistungen.

Das Statistische Komitee legte auch Daten zu anderen Wirtschaftsindikatoren vor, die im Januar bis Dezember des vergangenen Jahres verzeichnet wurden. So lag die Inflationsrate im Verbrauchersektor bei 7,3 % (2024: 9,8 %). Im Berichtszeitraum verteuerten sich Lebensmittel im Durchschnitt um 5,4 %, andere Waren um 5,1 %. Dienstleistungen verteuerten sich um 13,9 % und übten damit den stärksten Inflationsdruck aus. Besonders bedeutend waren hier die Erhöhung der Tarife für Versorgungsleistungen sowie der Anstieg der Kraftstoffpreise.

Im Jahr 2025 überstiegen die Investitionen in das Anlagevermögen die Marke von 591 Billionen Sum (48,7 Mrd. USD), die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr betrug 110,5 %. Unter den Finanzierungsquellen führt die Kategorie „Direktinvestitionen und Kredite aus dem Ausland“ an, die fast 66 % des Gesamtbetrags ausmacht. Es folgen in dieser Liste: Mittel der Unternehmen – 15,3 %, Geldmittel der Bevölkerung – 6,3 %, ausländische Kredite mit Garantie Usbekistans – 5,5 %, Haushalt der Republik – 4,7 %, Kredite von Geschäftsbanken und andere Fremdmittel – 1,9 %, Mittel des Fonds für Wiederaufbau und Entwicklung – 0,4 %.

Der Außenhandelsumsatz des zentralasiatischen Landes mit anderen Staaten erreichte 81,16 Mrd. USD und stieg innerhalb eines Jahres um fast 14 Mrd. USD oder 20,7 %. Dabei betrug der Exportanteil 33,8 Mrd. USD (+20 %), der Importanteil 47,3 Mrd. USD (+18,5 %). Im vergangenen Jahr verkaufte Usbekistan aktiv nicht-monetäres Gold, Industriegüter, Nahrungsmittel und Chemikalien ins Ausland. In der Struktur der Einkäufe führen Maschinen und Transportausrüstung, gefolgt von Industriegütern sowie Chemikalien und ähnlichen Produkten.

Laut Angaben der Statistikbehörde belief sich die Anzahl der aktiven Unternehmen und Organisationen im Land zum 1. Januar 2026 auf etwa 475.000, ohne Berücksichtigung von Bauern- und Farmbetrieben. Führend in der Anzahl der Wirtschaftssubjekte ist Taschkent, das die nachfolgenden Regionen deutlich übertrifft: die Gebiete Taschkent, Samarkand, Fergana, Kaschkadarja, Buchara und Namangan. Nach Wirtschaftszweigen sind die meisten Unternehmen im Handel tätig – über 150.000. Zudem gibt es in der Republik mehr als 18.000 Unternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung. Davon sind 4.200 Joint Ventures und 13.900 ausländische Firmen.